Hat Ihnen schon einmal jemand gesagt: „Wenn Sie jedes Mal reagieren, wenn Ihr Baby weint, verwöhnen Sie es?“ Das stimmt einfach nicht!

Studien zeigen, dass wiederholt ignoriertes Schreien das Selbstvertrauen eines Säuglings untergraben kann. Dieses Selbstvertrauen – von Kinderexperten als Bindung bezeichnet – ist der Kitt, der gute Familien zusammenhält.

So bauen Sie vom ersten Tag an eine starke Bindung auf

Betrachten Sie es so: Wenn Freunde Ihre Anrufe ignorieren, versuchen Sie es vielleicht noch einmal – aber wenn Sie wiederholt abgewiesen werden, werden Sie irgendwann aufhören, sich bei ihnen zu melden. Ähnlich verhält es sich mit einem Baby, dessen Lächeln und Gurren unbeantwortet bleibt. Es wird sich zunächst mehr anstrengen, Aufmerksamkeit zu erregen – aber wenn es weiterhin keine Reaktion erhält, wird es sich weniger engagieren und sich bald zurückgewiesen und allein fühlen.

Das Gleiche gilt, wenn Sie auf die Bedürfnisse Ihres Babys eingehen, wenn es weint – Dutzende Male am Tag. Wenn es denkt: „Jedes Mal, wenn ich etwas brauche, erscheint es wie von Zauberhand! Weißt du, dieser Ort ist wirklich toll! Ich mag diese Leute wirklich.“

Das wäre eine gute Sache, oder?

Das Vertrauen, das Sie in den ersten Tagen zu Ihrem Baby aufbauen, wird die Grundlage für sein Selbstvertrauen und seine lebenslange Fähigkeit sein, tiefe, liebevolle Beziehungen aufzubauen. Und das sind alles sehr, sehr gute Dinge!

Wie bei fast allem, was Babys betrifft, sollten Sie nicht zu streng mit sich sein, wenn Sie diesen Rat nicht immer zu 100 % befolgen können. Das heißt, wenn Sie am Telefon festhängen, während Ihr Baby in eine Tirade ausbricht, machen Sie sich keine Sorgen. Eine Minute Weinen verursacht kein seelisches Trauma.

Sorgen Sie sich später darum, Ihr Baby zu verwöhnen

Andererseits ist es normalerweise ein Rezept für eine Katastrophe, wenn Sie Ihrem Einjährigen jedes Mal nachgeben, wenn es jammert oder weint. Nach 9-12 Monaten wird es wichtig, Ihrem Kind die Bedeutung von Grenzen und das Befolgen von Regeln beizubringen. („Selbst wenn du eine Stunde lang weinst ... ich lasse dich nicht die Schere halten!“) Aber im Moment braucht Ihr Baby keine Disziplin. Was es braucht, ist ein unerschütterliches Vertrauen darauf, dass es wertvoll, beschützt und respektiert ist. Diese Fürsorge ist für seinen wachsenden Geist genauso wichtig wie Milch für seinen sich entwickelnden Körper.

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